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Ordertypen und -Algos

Verschiedene Ordertypen und Algorithmen können Ihnen dabei helfen, Ihr Risiko zu begrenzen, die Ausführung zu beschleunigen,Diskretion zu gewähren, Ihr Markttiming zu optimieren und Ihre Handelsabläufe durch weiterentwickelte Trading-Funktionen zu vereinfachen.

Orderarten

Darüber hinaus gibt es eine große Anzahl von wenig bekannten und praktischen Ordertypen und Handelsbeschränkungen. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass nicht jeder Börsenplatz alle Ordertypen unterstützt. In unserer Übersicht erhalten Sie einen Einblick über viele Möglichkeiten. Sollten Sie noch mehr Informationen und Hilfe bei der Umsetzung benötigen empfehlen wir den Anbieter hmpbrokers.com, die Kollegen dieses Anbieters aus Deutschland haben uns bei der Erstellung der Orderarten eine professionelle Unterstützung gegeben.

Wichtige Informationen

Simulierte Ordertypen
Der Broker simuliert bestimmte Ordertypen (z. B. Stop-Orders oder bedingte Orders). Simulierte Ordertypen können zum Beispiel in Fällen verwendet werden, in denen eine Börse einen Ordertyp nicht anbietet, mit dem Ziel, Kunden ein einheitliches Trading-Erlebnis bereitzustellen. Fälle, in denen der Broker einen Ordertyp nicht anbietet, der bei einer Börse selbst verfügbar ist, stellen eine weitere Verwendungsmöglichkeit dar. Simulierte Ordertypen bieten erhebliche Steuerungsmöglichkeiten, können aber auch Unregelmäßigkeiten in der Leistungserbringung durch Dritte außerhalb der Kontrolle des ausführenden Brokers mit sich bringen, zum Beispiel bei Marktdatenanbietern und Börsen.

Der Broker filtert externe Daten, um die bestmögliche Ausführungsqualität zu garantieren, doch es ist ihm nicht möglich, alle möglichen Ursachen vorherzusehen, aufgrund derer eine simulierte Order unter Umständen nicht zur Ausführung kommt oder eine fälschliche Ausführung erhält. Ungenügende (Nicht-)Ausführungen können beispielsweise aufgrund folgender Ereignisse auftreten: [i] fehlerhafte, fehlende oder inkonsistente Marktdaten; [ii] Datenfilter (Beispiel: Der Broker ignoriert möglicherweise Daten zu letzten Verkäufen, die außerhalb der vorherrschenden Geld-Brief-Spanne verzeichnet wurden, da diese häufig verfrühte oder fehlerhafte Transaktionen darstellen.); [iii] Transaktionen, im Folgenden von der Börse als fehlerhaft eingestuft werden; [iv] Einstellungen oder Unterbrechungen des Handels.

Es ist wichtig, dass Kunden sich über die Sensibilität simulierter Order bewusst sind und diese in ihren Handelsentscheidungen berücksichtigen.

Marktzugangsregeln und Orderfilter
Bitte beachten Sie, dass Broker durch Börsen und Aufsichtsbehörden dazu verpflichtet sind, verschiedene Pre-Trade-Filter und andere Prüfungen anzuwenden, um sicherzustellen, dass die übermittelten Orders keine Störungen des Marktes verursachen und nicht gegen die Börsenordnungen verstoßen. Einzelnen Börsen wenden zudem eigene Filter und Limits für eingehende Orders an.

Diese Filter oder Orderbeschränkungen können zu Verzögerungen bei der Übermittlung oder Ausführung von Kundenorders durch den Broker oder durch die Börse führen. Filter können auch dazu führen, dass Orders storniert oder abgewiesen werden. Der Broker kann unter Umständen auch den Kurs oder das Volumen einer Kundenorder deckeln, bevor die Order an eine Börse übermittelt wird.

Der Broker behält sich das alleinige Recht zur Anwendung von Filtern und Orderlimits auf jede beliebige Kundenorder vor und ist für Auswirkungen der von ihm oder einer Börse angewendeten Filter oder Orderlimits nicht haftbar.

GTC-Orders
Bitte beachten Sie, dass GTC-Orders nicht für IBAlgos unterstützt werden.

Akkumulieren/Verteilen
Der Akkumulieren/Verteilen-Algorithmus kann Ihnen dabei helfen, den bestmöglichen Kurs für eine großvolumige Order zu erzielen, ohne Aufmerksamkeit am Markt zu erregen. Der Algorithmus kann für High-Frequency-Trading konfiguriert werden. Durch das Zerlegen großer Orders in kleine Portionen von variierender Größe, die in unregelmäßigen Abständen über einen benutzerdefinierten Zeitraum Stück für Stück freigegeben werden, kann der Algorithmus den Handel großer Mengen von Aktien oder anderen Instrumenten erleichtern, ohne dass Sie Aufmerksamkeit am Markt erregen. Der Algorithmus gestattet die Nutzung von Limit-, Market- und Relative-Orders.

Wenn Sie eine Relative-Order eingeben, müssen Sie angeben, wozu diese Order in Relation stehen soll. Dafür stehen Ihnen diverse Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Wenn Sie die Order in Relation zu einem festen Wert setzen, handelt es sich genau genommen um eine Limit-Order, aber Sie können die Order auch von Bezugswerten wie dem vorherrschenden Geldkurs, Briefkurs oder letzten Handelskurs, dem VWAP oder gleitenden VWAP, einem gleitenden einfachen oder exponentiellen Durchschnitt, Ihrem letzten Ausführungskurs oder der Anzahl an Aktien abhängig machen, die Sie bereits gekauft haben. Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten.

Zusätzlich müssen Sie einen Versatz zu dem Datenpunkt eingeben, zu dem Ihre Order sich relativ verhalten soll. Wenn Sie zum Beispiel dem vorherrschenden Geldkurs folgen möchten, können Sie „GELDKURS“ und einen Versatzbetrag von null eingeben. Wenn Sie aggressiver vorgehen möchten, können Sie GELDKURS +0.01 (ein Prozent) eingeben. In diesem Fall empfiehlt es sich ggf. auch, sicherzustellen, dass Sie nicht den Briefkurs angeben, wenn der Marktspread einen Cent weit ist. Hierzu können Sie angeben, dass Sie in keinem Fall mehr als einen Kurs zwei Cent unter dem Briefkurs bieten möchten.

Sie können zusätzliche Beschränkungen festlegen, wie zum Beispiel, dass Ihr Geldkursgebot nie höher als der letzte Handelskurs des Wertpapiers und nicht höher als einen Cent unter Ihrem letzten Kaufkurs und auch nicht höher als der VWAP oder der exponentielle gleitende Durchschnitt der letzten 25 Minuten sein soll.

Ihren Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Am besten können Sie sich mit diesem Algorithmus vertraut machen, indem Sie einfach verschiedene Parameter in das Eingabefenster (Vorlage) eingeben, ohne tatsächlich den Algorithmus zu starten.

Als nächstes müssen Sie bei der Gestaltung der Arbeitsweise des Akkumulieren/Verteilen-Algorithmus entscheiden, ob Sie abwarten möchten, bis die aktuelle Teilorder ausgeführt wurde, ehe die nächste Portion übermittelt wird, oder nicht. Wenn Sie nicht warten möchten, werden weitere Orders in den randomisierten benutzerspezifischen Zeitintervallen platziert und laufen ggf. an der Börse zu einer oder mehreren größeren Orders auf. Wenn Sie diese Option markieren und den Algorithmus anweisen, mit der Übermittlung einer Order bis zur Ausführung der vorangegangenen Teilmenge zu warten (empfohlen), so erhöht sich je nach Komplexitätsgrad der von Ihnen angegebenen Kaufbedingungen die Wahrscheinlichkeit, dass der Algorithmus ins Hintertreffen gerät und das vorgesehene Tempo von 500 Aktien je Zeitintervall nicht aufrecht erhalten kann.

Daraus ergibt sich die nächste Frage: Soll der Algorithmus nach Zeitverzögerungen versuchen, den ursprünglichen Zeitplan wieder einzuholen, wenn es die Kursbedingungen erlauben? Wenn Sie „Ja“ auswählen, bedeutet dies, dass der Algorithmus nicht bis zum Ende des vorgesehenen Zeitintervalls zwischen den Orders abwartet, sondern die nächste Order direkt nach der Ausführung der vorherigen Order übermittelt wird. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis der ursprüngliche Zeitplan wieder eingeholt wurde.

Geben Sie weiterhin an, ob die Order nur während der regulären Handelszeiten aktiv sein soll oder auch zu anderen Zeiten, und definieren Sie schließlich noch, ob Sie große am Markt erscheinende Angebote nutzen möchten oder nicht. Ein Beispiel für den letzteren Fall wäre es, wenn Sie eine Million Aktien kaufen möchten und jemand - entweder ernsthaft oder um den Markt zu testen - ein großvolumiges Angebot platziert. Eine solche Gelegenheit sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Sie möchten umfangreiche Angebote natürlich nutzen, auf der anderen Seite müssen Sie jedoch entscheiden, inwieweit Sie sich zu erkennen geben möchten. Wenn Sie den Akkumulieren/Verteilen-Algorithmus verwenden, können Sie den Algorithmus anweisen, großvolumige Angebote von mehr als X Aktien (in diesem Fall z. B. 200,000) zu nutzen, wenn Ihre definierten Kursvoraussetzungen erfüllt sind, aber nicht mehr zu nutzen, als zum Abschluss des Kaufs erforderlich ist.

Adaptiver Algorithmus
Der adaptive Algorithmus ist ein Ordertyp, der die SmartRouting-Funktion von IB mit benutzerspezifischen Prioritätseinstellungen kombiniert und versucht so, die schnellstmögliche Ausführung zum besten Komplettpreis zu erzielen. Der Algorithmus kann entweder als Market-Order oder Limit-Order verwendet werden.

Der adaptive Algorithmus wurde entwickelt, um sicherzustellen, dass sowohl Market-Orders als auch aggressive Limit-Orders innerhalb der Geld-/Briefspanne gehandelt werden. Mit dem adaptiven Algorithmus erzielen Sie im Durchschnitt bessere Ausführungskurse als mit regulären Market- und Limit-Orders. Dieser algorithmische Ordertyp ist insbesondere bei einem großen Spread vorteilhaft, aber er kann auch bei einem Spread von nur einem Tick nützlich sein.

Adaptive Market-Orders
Eine reguläre Market-Kauforder würde direkt den Briefkurs aufgreifen, bei einer adaptiven Market-Order jedoch steigt die Order innerhalb der Geld-/Briefspanne ein und überprüft schrittweise die Kurslevel zum Briefkurs, um die angegebene Ordermenge auszuführen. Wie lange der Scan des Algorithmus nach besseren Kursen sucht hängt davon ab, welchen Dringlichkeitsgrad Sie auswählen. Bei Auswahl der Stufe „kritisch“ wird nur ein kurzer Scan durchgeführt. Wurde „nicht zeitkritisch“ eingestellt, arbeitet der Scan langsamer und es besteht eine höhere Chance, dass insgesamt eine bessere Ausführung Ihrer Order erzielt werden kann. Es besteht (insbesondere bei nicht zeitkritischen Orders) ein gewisses Risiko, dass sich während des Scan-Zeitraums der Kurs des Wertpapiers vom ursprünglichen Kurs entfernt.

Adaptive Limit-Orders
Bei adaptiven Limit-Orders, die zur Ausführung innerhalb der Geld-Brief-Spanne eingerichtet wurden, versucht der Algorithmus auf die vorstehend beschriebene Weise eine Ausführung zu möglichst vorteilhaften Kursen und zu erzielen und wird ausschließlich zum Limitkurs oder einem besseren Ausführungskurs ausführen.

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